Der neue landesweite Selbsttest zur Studienorientierung (kurz:
Orientierungstest oder OT) umfasst alle Fächer und Hochschulen in
Baden-Württemberg. Mit diesem Orientierungstest werden Ihre studien-
und berufsrelevanten Interessen und Fähigkeiten wissenschaftlich
erhoben und Ihnen in einer ausführlichen Rückmeldung erläutert.
Das heißt: Sie erfahren mit dem OT, welches Studium und welcher Beruf
zu Ihnen passt. Sie erhalten ein Teilnahmezertifikat, das allerdings
diese inhaltlichen Testergebnisse nicht anzeigt, sondern nur bestätigt,
dass Sie den OT gemacht haben. Dieses offizielle Zertifikat benötigen
Sie ab dem Wintersemester 2011/12 für eine Bewerbung um einen Studienplatz
an den Hochschulen in Baden-Württemberg.
An der Entwicklung des Tests haben über 650 Fachexperten der
baden-württembergischen Hochschulen mitgewirkt. Durch die
Zusammenarbeit einer so großen Anzahl an Fachexperten ist eine bundesweit einzigartige Datenbank
entstanden, sie ist das Herzstück des Orientierungstests (OT). In dieser Datenbank sind
über 1200 Studiengänge und über 800 Berufe hinterlegt. Der Test gleicht die
Studiengangs- und Berufsprofile mit dem Interessen-Profil der Ratsuchenden ab und liefert in
Sekunden das Ergebnis, eine Liste mit passenden Studiengängen und
Berufen.
Ursprünglich an der Universität Hohenheim entwickelt, wird der Test seit
Juni 2010 als Kooperationsprojekt der Universitäten, Pädagogischen und Fachhochschulen in
Baden-Württemberg angeboten. Die Projektkoordination liegt bei der Arbeitsgruppe Orientierungsverfahren
der Universität Konstanz, die technische Umsetzung bei den Webmastern der
Universität Hohenheim. Gefördert wurde der Ausbau des Selbsttests zu einem
hochschul- und fächerübergreifenden Orientierungsverfahren durch das Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Projekt wird durch einen
wissenschaftlichen Beirat begleitet.
Die Entwicklung des Tests wurde möglich gemacht durch die Startfinanzierung des Forschungsprojektes
"Eignungsdiagnostische Auswahl von Studierenden" [PDF] von Prof. Dr. Schuler und Dr. Benedikt Hell im Rahmen
des Aktionsprogramms "StudierendenAuswahl". Mit dem Aktionsprogramm haben der
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Baden-Württemberg Stiftung in den Jahren 2004-2008
Forschungs- und Praxisprojekte der Studierendenauswahl in Baden-Württemberg unterstützt.
Weiterführende Hintergrundinformationen
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